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Volkstrauertag

In der Mitte Botschafter von Voss, links und rechts uruguayische Militärs und ganz rechts deutscher Militärattache Waele

Am Nordfriedhof, © Deutsche Botschaft

19.11.2018 - Artikel

Am Sonntag, den 18. November 2018, wurde an der Grabstätte der Gefallenen der Graf Spee am Nordfriedhof der Gefallenen beider Weltkriege und aller Opfer von Gewaltherrschaft gedacht.

Aus diesem Anlass sagte Botschafter von Voss u.a. folgende Worte:


„[…]Seit dem Ersten Weltkrieg ist der Wunsch, Kameraden würdig zu begraben, immer greifbarer geworden. Gerade unter dem Eindruck des Massensterbens wurde zunehmend mehr Wert auf die Individualisierung der Bestattungsriten und der Kenntlichmachung und Pflege individueller Kriegsgräber Wert gelegt. Es entwickelte sich ein neues Verhältnis zum Kriegstod, wobei neue Gepflogenheiten bei der Identifizierung jedes Verstorbenen, der Zusammenführung seiner persönlichen Habe oder der Benachrichtigung seiner Familie zu Merkmalen wurden.

Ein Ergebnis dessen sehen wir an diesem Ort, an dem Gefallene eines Seegefechts individuell bestattet wurden. So gibt es fern der Heimat doch einen Platz, an dem jedes einzelnen Toten gedacht werden kann und der ein Ort für die Hinterbliebenen ist, an dem sie ihre verlorenen Angehörigen im übertragenen Sinn wiederfinden können. Dieser Ort führt aber auch ganz andere Menschen so wie uns heute zusammen, die persönlich keine Verbindung zu den hier Bestatteten haben, die diesen Ort aber als solchen der Besinnung und als Ausdruck gegen die Sinnlosigkeit eines Krieges verstehen. […]“

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