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Außenpolitik

08.11.2017 - Artikel

Stand: September 2018

Ziele

Die Außenpolitik Uruguays setzt grundsätzlich auf einen Ausbau der Handelsbeziehungen, eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und des internationalen Rechts, sowie eine aktive Mitarbeit in den Vereinten Nationen. Die Beziehungen zu den Staaten der Europäischen Union einschließlich Deutschlands sind eng.

MERCOSUR

Uruguay ist neben Argentinien, Brasilien und Paraguay Gründungsmitglied des Mercado Común del Sur (MERCOSUR; „gemeinsamer Markt des Südens“; Vertrag von Asunción von 1991). Der Sitz des MERCOSUR-Sekretariats und seit 2007 auch des MERCOSUR-Parlaments befindet sich in Montevideo.

Uruguay setzt sich für eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des MERCOSUR auf dem Weg zu einem gemeinsamen Markt ein. Die regionale Integration im MERCOSUR soll über die reinen Handelsaspekte hinaus ergänzt werden durch eine politische, soziale und kulturelle Integration zwischen den Ländern der Region. Protektionistische wirtschaftliche Maßnahmen behindern allerdings den freien Marktzugang im Mercosur.

Mit einem kleinen Binnenmarkt ist Uruguay in seiner wirtschaftlichen Entwicklung deutlich stärker als Argentinien und Brasilien vom Export abhängig. Konjunkturelle Schwankungen oder finanzielle Probleme wichtiger Handelspartner beeinflussen Uruguays Wirtschaft stark.

Zusätzlich zu ihrem Einsatz für verbesserte Absatzmöglichkeiten innerhalb des MERCOSUR strebt die uruguayische Regierung auch nach einem Ausbau der Handelsbeziehungen zu Ländern außerhalb des MERCOSUR. Reisen der Staatsführung u.a. nach China, Südkorea, Spanien, Deutschland, Frankreich, Ägypten dienten diesem Ziel. Uruguay hat ein Freihandelsabkommen mit Mexiko  und Chile abgeschlossen und Beobachterstatus bei der Pazifik-Allianz (Chile, Kolumbien, Mexiko, Peru) erlangt. Die Verhandlungen mit China über ein Freihandelsabkommen liegen auf Eis. 

Im Juli 2012 wurde Venezuela als Mitglied in den MERCOSUR aufgenommen. Venezuela wird als eine komplementäre Wirtschaft gesehen, die Absatzmärkte für uruguayische Produkte bietet. Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten in Venezuela haben jedoch zu einem spürbaren Rückgang des bilateralen Handels geführt. Venezuelas MERCOSUR-Mitgliedschaft war seit Dezember 2016  wegen Nichtanwendung von Gemeinschaftsrecht suspendiert. Am 5.8.2017 entschieden Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay bis zur Wiederherstellung demokratisch-rechtstaatlicher Verhältnisse Venezuela aus dem MERCOSUR auszuschließen. Uruguay hat dieser Suspendierung nur zögerlich zugestimmt.

EU-MERCOSUR-Verhandlungen

Uruguay setzt sich für einen zügigen Abschluss der Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen zwischen dem MERCOSUR und der ein, macht aber seine Bedingungen geltend. Die Verhandlungen befinden sich in einem entscheidenden Stadium. 

Uruguay in internationalen Organisationen

Uruguay ist Mitglied in allen wichtigen internationalen Organisationen. Als kleines Land ohne großes politisches, wirtschaftliches oder militärisches Gewicht setzt das Land auf die strikte Einhaltung der VN-Charta (Nichteinmischung). Uruguay ist gemessen an seiner Einwohnerzahl einer der größten VN-Truppensteller („Blauhelme“). Die Soldaten werden hauptsächlich im Kongo eingesetzt.

Uruguay gehörte dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen 2016-17 als nichtständiges Mitglied an.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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