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Maas wirbt in Brasilien für Werte

Außenminister Maas trifft den brasilianischen Außenminister Araujo (30.04.19)

Außenminister Maas trifft den brasilianischen Außenminister Araujo (30.04.19), © Florian Gaertner/photothek.net

30.04.2019 - Artículo

Bei seinem Antrittsbesuch setzt sich der deutsche Außenminister für wertebasierte Zusammenarbeit ein

Nach dem Startschuss für das Frauennetzwerk gestern in Salvador da Bahia stehen für Maas nun in Brasilia politische Gespräche sowie Austausch mit der deutschen Zivilgesellschaft und Wirtschaft im Vordergrund. Heute diskutiert er zunächst mit seinem Amtskollegen Ernesto Araújo und anschließend mit Präsident Jair Bolsonaro über die deutsch-brasilianische Partnerschaft. Brasilien hat international enormes diplomatisches Gewicht, seine Stimme wird gehört. Um gemeinsam mit anderen Staaten nach Lösungen für wichtige globale Fragen bei Klimaschutz, bewaffneten Konflikten und Handel zu suchen, ist das Land deshalb schwer verzichtbar. Es gibt viele Gemeinsamkeiten: Im Falle von Venezuela setzen sich Deutschland und Brasilien beide für eine friedliche, politische Lösung der derzeitigen Krise ein und stimmen sich gegenseitig ab. Auch im Handel treten beide Staaten für einen raschen Abschluss des Assoziierungsabkommens zwischen EU und MERCOSUR ein.

Gemeinsame Werte als Basis

Deutschland und Brasilien sind schon seit mehr als zehn Jahren durch eine strategische Partnerschaft verbunden. 2015 gab es zuletzt umfangreiche Regierungskonsultationen in Brasilia. Diese Partnerschaft, auch darum geht es dem deutschen Außenminister, sollte immer gemeinsame Werte zur Basis haben.Die Richtschnur von Deutschland ist für Heiko Maas klar: Menschenrechte, Demokratie, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit sind die Voraussetzungen für den Frieden und internationale Zusammenarbeit.  Brasilien ist ein starkes Land, das seine Kraft auch gerade durch die Vielfalt und Diversität der brasilianischen Gesellschaft findet.

Wichtiger Austausch mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft

In keiner deutschen Stadt gibt es so viele Unternehmen mit deutscher Beteiligung, wie im brasilianischen São Paulo. Rund 1000 Firmen erwirtschaften gemeinsam mit weiteren 600 brasilienweiten Firmen mit deutscher Beteiligung ca. 12% des industriellen BIP und schaffen ca. 243.000 Arbeitsplätze. Außenminister Maas diskutiert in Brasilia heute mit den wichtigsten Vertretern der deutschen Wirtschaft, um sich ein Bild von den Perspektiven unter der neuen Regierung zu machen.  Anschließend wird er mit Vertretern der deutschen und brasilianischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur zusammentreffen.

Die zivilgesellschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien ist sehr lebendig und umfangreich. Mit dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus in Sao Paulo  hat die deutsche Forschung ein starkes Zentrum für ihre vielfältigen Partnerschaften mit Universitäten und Forschung. Nach dem verheerenden Brand im Nationalmuseum in Rio im September 2018 hilft Deutschland mit Experten, wertvolle Kunstwerke zu retten. Und es gibt einen vielfältigen Austausch und Kooperationsprojekte zu grünen Themen, so informierten sich beispielsweise brasilianische Bürgermeisterinnen in Deutschland über innovative Klimapolitik .

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